Oslo Norwegen :: Konferenz über Streubomben
3. März, 2007 von Moderator
Verbot von Streubomben nimmt erste Gestalt an
Die von Norwegen ins Leben gerufene Konferenz vom 22. und 23. Februar in Oslo stand unter einem guten Stern. Nach dem Vorbild Kanadas, das 1996 zu Verhandlungen über ein Verbot von Anti-Personen-Minen eingeladen hatte, die 1997 im Vertrag von Ottawa resultierten, lud man ein, um über ein Verbot von Streumunition zu verhandeln.
46 Staaten haben im Abschlussdokument der zweitägigen Streubombenkonferenz in Oslo ihre Absicht erklärt, bis zum Jahr 2008 rechtlich bindende Regelungen festzulegen. Außerhalb der Genfer UN-Verhandlungen (CCW), wo es aufgrund der Blockade einiger einflussreicher Staaten seit Jahren nicht möglich war, über ein Verbot von Streumunition zu verhandeln, kommt nun doch ein Prozess gegen Streubomben ins Rollen. Handicap International begrüßt die Erklärung von Oslo als einen hoffnungsvollen Beschluss, der allerdings noch einige Fragen offen lässt.
Ursprünglich war von den norwegischen Gastgebern in Oslo ein Dokument mit Verpflichtungen angestrebt worden. Erreicht hatte man dafür eine Absichtserklärung, dass bis 2008 gesetzlich bindende Regelungen über Einsatz, Produktion, Export und Lagerung von Streumunition getroffen werden. Diese Absichtserklärung bezieht sich ausdrücklich auf Streumunition, “die unakzeptable Leiden für die Zivilbevölkerung” bedeuten - eine Formulierung mit ausreichend Spielraum für Auslegungen. Einige Staaten betonten in ihren Statements am Schluss der Konferenz deshalb bereits, dass sie als Ziel des Prozesses nur ein eingeschränktes Verbot von Streumunition sehen.
Damit wird die Position der deutschen Regierung, die laut einer Resolution im letzten September ein Verbot von “gefährlicher Streumunition” vorsieht und damit ausschließlich Streumunition mit Fehlerquoten über 1% meint. Diese Position wurde bereits gestern vom libanesischen Botschafter in Frage gestellt, angesichts der Zerstörungen in seinem Land, wo nach dem jüngsten Einsatz von Streumunition wohl über 40% Blindgänger liegen geblieben sind. Unter diesen Blindgängern waren Munitionstypen, deren eingebauter Selbstzerstörungsmechanismus ganz offensichtlich nicht funktioniert hatte.
Zu Beginn der Konferenz hatte Österreich ein nationales Moratorium auf Einsatz, Lagerung, Produktion und Export von Streumunition bekannt gegeben, so wie es früher schon Belgien und Norwegen erlassen hatten. “Wir erwarten, dass Deutschland dem Beispiel der EU-Nachbarn folgt und ebenfalls ein nationales Moratorium beschließt”, fordert Francois De Keersmaeker, Geschäftsführer von Handicap International Deutschland. “Denn selbst wenn die Bundeswehr eine Einsatzoption für diese Munition weitgehend ausschließt, gehört Deutschland zu den wichtigen Produzentenländern. Die deutsche Regierung kann sich deshalb nicht aus der Verantwortung ziehen, auch auf nationaler Ebene aktiv zu werden!”
Von 49 teilnehmenden Staaten sagten 46 ihre Teilnahme bei den Nachfolgetreffen zu, die bereits im Mai und November in Peru und Österreich stattfinden sollen. Gleichzeitig halten die meisten Diplomaten in Oslo explizit daran fest, weiterhin auch in Genf zu verhandeln. Der Leiter der deutschen Delegation betonte, dass er bei den CCW-Verhandlungen im November ein Mandat zu Verhandlungen über Streumunition erreichen wolle. “Nach den Erfahrungen der letzten Genfer Verhandlungen halten wir eine solche Entwicklung für äußerst unwahrscheinlich. Wir nehmen jedoch die deutsche Delegation beim Wort, dass sie dennoch den Oslo-Prozess engagiert mitträgt und hoffen, dass dies auch ohne Verzögerung geschieht”, meint De Keersmaeker.
Handicap International übergab zu Beginn des zweiten Konferenztages den Teilnehmern ein Buch mit 300.000 Unterschriften unter eine Petition für ein uneingeschränktes Verbot von Streumunition. “Diese Menschen, und es werden noch viel mehr werden, sprechen sich für ein Verbot von Streumunition aus, WEIL diese Waffen nicht akzeptable Leiden für die Zivilbevölkerung bedeuten”, betonte der Direktor von Handicap International in Frankreich, Jean-Baptiste Richardier. Handicap International fordert die Staaten des Osloprozesses auf, in diesem Sinne ein völliges Verbot von Streumunition anzustreben. Bisher folgte jedoch nur der mexikanische Botschafter dieser eindeutigen Formulierung. (Quelle: ots/Handicap International e.V. 23.03.2007)
Kommentar schreiben
Norwegen Pensionen
Verfasst in Unterkunft , Pensionen am 13. Februar 2007
Günstige Unterkünfte in Norwegen - Pensjon, Gjestgiveri, vandrerhejm Die besondere Handhabung des Hotelbegriffs in Norwegen bringt es mit sich, dass es eine Vielzahl von anderen hotelähnlichen Unterkünften gibt. Pensjon, Hospits und Turistheim sind nur einige der Bezeichnungen, die solche Häuser führen. Durch die Bank bieten diese Gasthöfe weniger Komfort als Hotels, können aber teilweise immer noch gehobenen Ansprüchen genügen. [...]Norwegen Auto
Verfasst in Info , Reisen am 27. April 2007
Norwegens Straßen, bis ins hinterste Eck perfekt ausgebaut Da man in Norwegen eine Zentralisierungsbewegung hin zu den Städten befürchtete, wurde in den letzten Jahren eine Subventionspolitik betrieben um die Abwanderung zu stoppen. So kommt es, dass man heute jedes noch so kleine Dorf über eine hervorragende Infrastruktur erreichen kann. Sei es mit dem Zug, der sogar Käffer anfährt, die in Deutschland noch nicht mit einer Bushaltestell [...]


