Oslo Norwegen

Die Geschichte der Hauptstadt von der Gründung bis zum 17. Jahrhundert

Oslos Gründung wird auf das Jahr 1050 geschätzt, wobei Felszeichnungen in der Nähe eine erste Besiedlung der Region von vor 7.000 Jahren überliefern. Da man bei beiden Daten nicht mit Sicherheit sagen kann, dass sie korrekt sind, haben die Osloer die Jahrtaussendwende genutzt um auch den 1000-jährigen Stadtgeburtstag an diesem signifikanten Zeitpunkt zu feiern. Sicher weiß man jedoch, das König Harald Hardrade die ersten Gebäude der heutigen Stadt, nämlich den Königshof und die Clemenskirche erbauen ließ, deren Überreste man heute noch besichtigen kann.

Auch über den Ursprung des Namens der Stadt ist man sich unschlüssig: Laut Meinung mancher Experten stamt „Oslo“ von „ass lo“, was so viel wie Götterebene heißt. Andere wiederum vertreten die Ansicht, dass es von „Lo-elvens os“ (Mündung des Lo-Flusses) abstammt. Den entgültigen Beweis hat jedoch noch keiner erbracht.


 

Bevor Oslo Hauptstadt wurde, war es zunächst ab Mitte des 11. Jahrhunderts Bischofssitz und somit religiöser Mittelpunkt des Landes. Die Grundmauern des Zisterzienserklosters, das 1147 gebaut wurde, kann man noch heute besichtigen.

Erst im Jahre 1299 verlegte König Harald seine sämtlichen Angelegenheiten nach Oslo und machte so aus der damals 4.000 Einwohner kleinen Stadt die Hauptstadt seines Reiches. Jedoch sollte Oslo diesen Titel nicht lange innehaben: 1387 musste es seine Funktion an Kopenhagen abgeben, da durch die Politik der regierenden Dänin Magarethe die nordischen Königshäuser miteinander verbunden wurden. Darauf versank es wieder in der Bedeutungslosigkeit, in der es bis zum 17. Jahrhundert verweilen musste.

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