Mehr Unterstützung für Whistleblower in Europa gefordert

Die europäische Whistleblower-Organisationen “Whistleblower-Netzwerk e.V”, “Freedom to care” und die norwegische Organisation “Explisit” fordern mehr Whistleblowing für Europa.

Die bereits 1991 gegründete britische Whistleblower-Organisation “Freedom to care” bietet Tipps, praktische Hilfe und Unterstützung für Whistleblower. Darüber hinaus engagiert sie sich politisch für eine weitere Verbesserung der in Großbritannien bereits bestehenden Regelungen.

Explisit ist vor kurzem in Norwegen gegründet worden. Zu den Gründungsmitgliedern gehört Per-Yngve Monsen, der 2003 bei Siemens Norwegen pflichtgemäß und zunächst anonym auf eine illegal überhöhte Abrechnung aufmerksam gemacht hatte.


 

Statt einen in internen Richtlinien versprochenen Schutz zu gewährleisten, führte die Siemens-Führungsetage eine wahre Hexenjagd auf die undichte Stelle durch. Monsen wurde enttarnt und schließlich entlassen. 2005 verurteilte ein norwegisches Gericht Siemens zu Schadensersatz. Monsen begründet seinen Einsatz für besseren Whistleblowerschutz mit den Worten: „Ich wage zu hoffen, dass bessere Zeiten kommen werden, mit weniger Korruption und mehr demokratischen Rechten. Alles andere wäre sehr traurig.“

Das Whistleblower Netzwerk e.V. wurde im September 2006 als Zusammenschluss von Betroffenen, Unterstützern und Interessierten gegründet, um Whistleblowern durch Rat und Tat zu helfen. Das Netzwerk setzt sich für ein Umdenken und effektive Regelungen zum Schutz von Whistleblowern in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft ein.

Weitere Informationen und den vollständigen Text der Stellungnahme zum EU-Grünbuch (in Deutsch und Englisch) finden Sie auf der Webseite www.whistleblower-netzwerk.de. Unter anderem erfährt man hier auch, was ein Whisleblower ist: “Whistleblower sind Menschen die illegales Handeln, Missstände oder Gefahren für Mensch und Umwelt nicht länger schweigend hinnehmen, sondern aufdecken. Sie tun dies intern innerhalb ihres Betriebes, ihrer Dienststelle oder Organisation oder auch extern gegenüber den zuständigen Behörden, Dritten oder auch der Presse.” (Quelle: openPR/Whistleblower-Netzwerk e.V. 19.04.2007)

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