Norwegen Rad

Mit dem Drahtesel das Königreich erobern

Wer die prächtigen Fjorde, die riesigen Gebirge und die endlosen Wälder Norwegens hautnah erleben möchte, aber keine Lust darauf sich die Füße wund zu laufen, sollte mal einen Fahrradurlaub ausprobieren. All die Mühen die diese Art zu Reisen natürlich mit sich bringt, verblassen im Angesicht der Möglichkeit mit sich alleine auf den unendlichen Straßen Norwegens die Ruhe zu genießen, denn außer den großen Europastraßen, sind alle anderen kaum befahren.

Besonders entlang der Fjorde, besonders der Sogne-, des Hardanger- und des Nordfjords, fährt es sich besonders angenehm. Dort sind auch nicht so viele Tunnel, die man als Radfahrer doch meist mit einem mulmigen Gefühl durchquert.

Die zentralnorwegischen Täler gestalten sich dagegen als anstrengend und Muskelkater fördernd. Doch hat man am Ende einer Tagesstrecke sein Ziel erreicht, erfreut man sich umso mehr an seiner Leistung und fühlt sich in Harmonie mit der wunderschönen Natur, die einem umgibt.


 

Speziell für solch aktive Urlauber hat das norwegische Fremdenvekehrsamt Rundfahrtenvorschläge und Radkarten erstellt. Sie beurteilen auch die ausgewählten Strecken nach ihrem Härtegrad, so dass man sich seine Tagesetappen leicht zusammenstellen kann. Besonders sollte man darauf achten, seine Kondition nicht zu überschätzen, da man sonst leicht in die Situation kommt, sein Ziel nicht zu erreichen und stattdessen irgendwo in einer Menschen leeren Gegend hängen zu bleiben. Wer nicht genau weiß, wie viel er sich zutrauen kann, sollte mit einer als „Einfach“ deklaklarierten Strecke loslegen. Sollte sich diese als zu leicht entpuppen, kann man sich ja immer noch steigern.

Übrigens ist es einfacher, praktischer und auch günstiger sich im Land ein Fahrrad auszuleihen als sein eigenes aus Deutschland mitzubringen. Dies kostet zwar eine kleine Gebühr, doch kommt sie nicht so teuer wie die anstehenden Transportkosten in einem Zug. Da nämlich die meisten Busunternehmen keine Fahrräder mitnehmen, muss man auf den teureren Zug umsteigen und sich auch noch mit lästigem Umsteigen und Anschlusszügen herumärgern.

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1 Kommentar zu “Norwegen Rad”

  1. am 02. Apr 2007 um 11:42Felix Walther

    Euer Tipp mit dem Fahrradmieten hat leider auch einen Haken:

    Natürlich ist es praktischer seinen Drahtesel nicht mitschleppen zu müssen, jedoch muss man auch bedenken, dass man diesen nach bestimmten Merkmalen ausgesucht, sich ihn oftmals sogar danach zusammengestellt hat. Ein bequemer Sattel oder ein Fahrradlenker, der auf die eigene Körperform eingestellt ist, erweisen sich gerade bei solchen Touren als äußerst hilfreich.
    Wenn man sich jedoch ein fremdes Fahrrad leiht, kann man nicht davon ausgehen, dass man das “perfekte” Rad bekommt.

    Gerade Radler, die längere und schwierigere Touren unternehmen möchten, sollten dies zweimal überdenken. Außerdem: So eine gemütliche Zugfahrt hat doch auch etwas für sich!

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