Norwegen Natur
4. Januar, 2007 von Moderator
Zwei eigenwillge untypische Landschaften
Auffällig bei den beiden nun folgenden pflanzengeographischen Regionen ist, dass sie sich beide nicht wie ihre verwandten Gebiete auf den anderen Kontinenten, sondern artuntypisch verhalten.
Die arktische beziehungsweise alpine Region findet man in Norwegen erst ab dem 71. Breitengrad, im Gegensatz zum amerikanischen Kontinent, wo sie schon am 51. Breitengrad beginnt. Diese sogenannte arktische Tundra ist in Norwegen jedoch nicht stark ausgeprägt. Solche baumlosen Zonen gibt es aber auch einige in den Hochgebirgen, wo sie Fjell genannt werden.
So kahl wie man glauben mag, ist es dort jedoch nicht, da hier Unmengen an Flechten, Moose, Gräser, Alpensilberwurz und Steinbrechkrautarten im Sommer die Landschaft fröhlich bunt erscheinen lassen. Sie alle sind perfekt an die extremen Bedingungen ihrer Umwelt angepasst, in dem sie beispielsweise dicht am Boden wachsen.
Die subarktische Region folgt südlich auf die arktische Tundra und zeichnet sich besonders durch die einzigartige Eigenschaft aus, dass sie nicht von den üblichen Nadelbaümen, sondern von sogenanntem Fjellbirkengehölz bewachsen ist. Auch wenn in den letzen Jahren der Kiefernwald mehr und mehr in diese Gebiete vorrückt, verwandelt im Herbst noch immer eine mit der Moorbirke verwandte Birkenart diese Landschaft in ein wunderschönes Meer aus feuerroten Blättern.
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