Norwegen mit dem Auto

Autofahren in Norwegen und wie man sich richtig verhält

Wenn man mit dem Auto in Norwegen unterwegs ist, gilt eigentlich hauptsächlich eine Regel: Tun Sie nichts Falsches! Die norwegische Polizei ist schnell dabei mit erschreckend hohen Bußgeldern und Gefängnisstrafen für Vergehen, die einem Deutschen relativ gering erscheinen.

So kostet eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um nur fünf Kilometer pro Stunde bereits mehrere hundert Kronen, ebenso wie die Missachtung der Regel, dass man auch tagsüber immer mit Abblendlicht fahren muss. Setzen Sie sich vor einer Norwegenreise, bei der Sie selbst am Steuer sitzen (ganz egal ob am Steuer des eigenen oder eines Mietwagens) peinlich genau mit den Verkehrsregeln auseinander, weil die harschen Kontrollen der Polizei sonst leicht eine Bresche in die Urlaubskasse schlagen können.


 

Hier Sie die wichtigsten norwegischen Verkehrsregeln, bei deren Beachtung sie eigentlich keine Schwierigkeiten bekommen sollten:

  • In geschlossenen Ortschaften gilt ein Tempolimit von 50 km/h, außerhalb 80 km/h. Gebremste Gespanne dürfen auch außerhalb maximal 70 km/h fahren.
  • Es herrscht Anschnallpflicht – ein Missachtung wird ebenfalls mit relativ drastischen Strafen geahndet. Alkohol am Steuer ist ebenfalls eine Verkehrssünde, die bei 0,5 Promille betragende Strafgrenze schützt im Ernstfall nicht unbedingt. Auch schon mit einer niedrigeren Promillezahl droht Führerscheinverlust oder sogar Gefängnis. Die Geldstrafen für Falschparken sind ebenfalls beachtlich.
  • Für Wohnwagenfahrer ist eine Beachtung der Höchstwagenbreite wichtig, da diese für sie bei 2,30 Meter liegt – während die generell zugelassene Höchstbreite 2,50 Meter ist. Wagen und Campingwagen dürfen zusammen 18,50 Meter nicht überschreiten. Informieren Sie sich vor der Fahrt über eventuell für Wohnwagen und –mobile verbotene Gebirgsstraßen.

Dafür hat Auto fahren in Norwegen auch seine guten Seiten. Die Straßen sind weitgehend gut ausgebaut, auch Nebenstraßen sind üblicherweise asphaltiert. Sogar die wenigen unasphaltierten Straßen lassen sich gut befahren, da sie mit einem Ölkiesbelag bedeckt sind.

Mietwagen kann man in Norwegen in jeder größeren Stadt einigermaßen preiswert bekommen, zumindest, wenn man für eine ganze Woche anmietet. Buchung der Wagen ist auch schon vor dem Urlaub möglich, allerdings verleihen viele Unternehmen ihre Autos erst an Fahrer über 25 Jahren. Ein nationaler Führerschein reicht aus.

Interessant ist die Möglichkeit, auch Wohnwagen und Wohnmobile zu mieten. Adressen von entsprechenden Vermietern kann man über das Fremdenverkehrsamt bekommen, allerdings ist die Miete sehr hoch und macht diese Möglichkeit unter Umständen nicht besonders reizvoll.


 

Unterwegs kann man bleifreies Benzin an jeder Tankstelle bekommen. Allerdings ist das Tankstellennetz in Norwegen in vielen Gegenden relativ dünn, weshalb man eigentlich immer einen Reserverkanister für unvorhergesehen Situationen mitführen sollte. Ab 21 Uhr haben viele Tankstellen nicht mehr geöffnet und man kann nur noch mit Kreditkarte oder mit (ungeknickten) Geldscheinen bezahlen. Für Diesel gibt es oft keine Automaten, was für einen Diesel-PKW eine noch bessere Planung nötig macht. Selbstbedienung an Zapfsäulen ist üblich. Die Benzinpreise sind völlig instabil, aber in der Regel höher als in Deutschland. Diesel ist sogar überdurchschnittlich teuer.

Das extreme Klima im Winter macht für eine Fahrt in Norwegen in dieser Jahreszeit bestimmte Ausrüstung erforderlich. Zwischen September und April beziehungsweise November und April (im Norden/Süden des Landes) darf mit Spikes gefahren werden. Dies ist auch zu empfehlen; wer keine hat, sollte zumindest Winterreifen benutzen (eigentlich klar), aber auch auf jeden Fall Schneeketten mit sich führen. Nicht-geräumte Straßen sind nicht so selten und Salz wird in Norwegen ganz allgemein wenig verwendet.

Spikes können an Fährhafen in Dänemark und Norwegen geliehen werden. Abgelegene Straßen sind im Winter in Norwegen ziemlich von allem abgeschnitten, da es kaum Nottelefone gibt und auch die Straßenwacht befährt nur die wichtigeren Straßen und Passstraßen.

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