Norwegen Bergen

Auch Bergens Umgebung ist einen Ausflug wert

Auch wenn Bergen, die kulturelle Hauptstadt des Königreichs ist, sollte man seine Urlaub nicht nur innerhalb der Stadt zwischen all den Touristen und Museen verbringen, sondern auch mal für einen oder mehrere Tage in die weitere Umgebung fahren. Da auch diese mit interessanten Sehenswürdigkeiten und im Gegensatz zum Stadtverkehr mit ländlicher Ruhe und Frieden lockt , sollte man sie auf keinen Fall vernachlässigen.

Das in Fana (etwa 25 Kilometer südlich von Bergen) gelegene Hordamuseum gehört zu diesen Sehenswürdigkeiten. Es ist in einer Steinkirche aus dem 12. Jahrhundert untergebracht und zeigt Bildteppiche mit mittelalterlichen Motiven, die den Zeichnungen des Künstlers Gerhard Munthe entnommen wurden. Wenn man genug von der staubigen, kühlen Kirchenatmosphäre hat, kann man übrigens nicht weit weg davon seine Seele an einer schönen (und daher auch gut besuchten) Badestelle baumeln lassen. Gerade Familien mit Kindern empfehle ich jedoch lieber gleich weiter den Berg hinauf zum Vestlandske Setermuseum, das noch zum Hordamuseum gehört zu fahren. Dort können die Erwachsenen nämlich am Hang verstreute Almhütten (Alm = Seter) besichtigen und einen Kaffee trinken, während sich die Kleinen in dem dazugehörigen Freizeitpark austoben können.


 

Danach kann man eine Bootsfahrt vom Lysefjord zur darin gelegenen Insel Lysøen machen, auf der eine Villa von besonderer Architektur steht. So gar nicht nordisch ließ der weltberühmten Violinist Ole Bull dieses Sommerhaus mit Musikhalle um 1870 bauen. Mit seinen Holzschnitzerein, den Giebeln und der Zwiebelkuppel stellt es eher eine Mischung aus maurischer und europäischer Bauweise dar, die aber in Mitten des norwegischen Fjordes dennoch nicht deplaziert wirkt.

Keine zwei Kilometer von diesem Fjord entfernt kann man die Ruinen des Lyseklosters besichtigen. 1146 von britischen Mönchen gegründet, ist es das erste Zisterzienser Kloster des ganzen Königreichs. Diese Tatsache jedoch hinderte die örtliche Bevölkerung nicht daran seine Mauern nach der Reformation als Steinbruch zu missbrauchen und damit andere Gebäude wie zum Beispiel den Rosenkranzturm in Bergen zu bauen. So verfiel die geistliche Stätte, die zu ihren Glanzzeiten bis zu 200 Mönche beherbergte, bis ihre Ruinen 1930 restauriert und zur Besichtigung frei gegeben wurden.

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1 Kommentar zu “Norwegen Bergen”

  1. am 15. Okt 2007 um 12:12klaus

    Die Bootsfahrt klingt für mich persönlich besonders interessant
    ebenso die außergewöhnliche Villa. Sicherlich eine Reise Wert.

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