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11. Mai, 2007 von Moderator
Norwegen - zwischen Elchen, Fjorden und Seen unterwegs
„Nordvegr“, der Weg nach Norden, wie man das Land in der altnordischen Sprache nennt, ist auf viele Arten einzigartig unter den skandinavischen Ländern. So gibt Norwegen auf der Landkarte Europas sicher mit das bizarrste Bild ab – an der schmalsten Stelle gerade einmal etwas mehr als sechs Kilometer breit, aber trotzdem beinahe 2.000 Kilometer lang.
Die Küste des Landes ist stark zerklüftet und von unzähligen Fjorden durchzogen. Insgesamt schätzt man die Länge der Küste auf ungefähr 21.000 Kilometer. Umgeben ist die Küste von ungefähr 150.000 Inseln, die ebenso wie die Fjorde zu großen Teilen durch die Erosion der Eiszeit hervorgerufen worden sind.
Norwegen nimmt den westlichen Teil der skandinavischen Halbinsel ein; ungefähr ein Drittel des Landes liegt oberhalb des Polarkreises. Sichtungen von Nordlichtern sind häufig und es empfiehlt sich, auf einer Reise die Augen für ein solches Naturschauspiel offen zu halten. Doch Norwegens Naturwunder gibt es nicht nur am Himmel zu entdecken.
Unzählige unberührte und wundervolle Seen gibt es im Land, die oft von Wasserfällen gespeist werden und vor dem Hintergrund der weiten nordischen Wälder ein wunderbares Bild abgeben. Nicht umsonst ist Norwegen eines der Länder, die viele Touristen wegen der herrlichen Naturansichten zu schätzen wissen und Jahr um Jahr wiederkommen.
Die norwegischen Gebirge wirken im Vergleich zu anderen Massiven recht „abgeschliffen“ – das liegt daran, dass sie sehr alt sind und unter der Einwirkung harten Klimas und insbesondere von Eiszeiten durch Gletscher bearbeitet wurden. Vor ewiger Zeit sind die baumlosen Hochplateaus Vidda und Fjell entstanden, als sich die Landplatten ein wenig anhoben und auch die Gebirge weiter in den Himmel hoben.
Trotzdem sind die Höhen der norwegischen Berge nicht besonders extrem – das nordische Klima führt aber dazu, dass auch Zweieinhalbtausender hochalpinen Charakter haben. Neben Wald, Seen und Gebirgen gibt es in Norwegen auch das größte Gletschergebiet des europäischen Festlandes mit einer Eisdicke von ungefähr 500 Metern.
Mit nur 4,4 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von ca. 324.000 Quadratkilometern gehört Norwegen zu den bevölkerungsärmsten Ländern Europas. Vier Fünftel der Einwohner leben in Küstennähe, da der Golfstrom sich dort auf das Klima günstig auswirkt. Entsprechend verlassen kann das Land in bestimmten Gegenden abseits der Küsten sein. Mehr als 10% der Bewohner Norwegens leben in der bevölkerungsreichsten Stadt Oslo.
Der Begriff “Elchtest” kommt nicht von ungefähr, denn Norwegen ist auch für seine Elche bekannt, die schoneinmal gemütlich über die Straßen schlendern. Hier ist immer Vorsicht geboten, denn im Fall der Fälle ist bei einem Zusammenstoß der Urlaub sicher zu Ende.
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